Die Geschichte der SPD

Die sozialdemokratische Partei ist die traditionsreichste deutsche Partei überhaupt. Wie keine andere Partei steht die SPD für Demokratie und Fortschritt - und setzt sich für Freiheit und soziale Gerechtigkeit ein. Ihre Wurzeln reichen bis in die Zeit der Revolution von 1848 zurück.

Während zwischen Revolution und Reichsgründung die Industrialisierung ungemein an Fahrt gewinnt, liberalisiert sich das politische Klima nach einem Thronwechsel in Preußen. Ferdinand Lasalle gründet 1863 in Leipzig den "Allgemeinen deutschen Arbeiterverein", der sich auf dem Gothaer Kongress 1875 mit der 1869 von August Bebel und Wilhelm Liebknecht in Eisenach gegründeten "Sozialdemokratischen Arbeiterpartei" zur "Sozialisitschen Arbeiterpartei Deutschlands" vereinigt. Dieser Tag gilt als der Geburtstag der deutschen Sozialdemokratie, "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" - so lautet das Motto auf dem Traditionsbanner der SPD.

Zum Teil eigenständig, zum Teil durch die Anstöße dieser Parteibildung, formiert sich die deutsch Gewerkschaftsbewegung in Berufsverbänden vornehmlich in der zweiten Hälfte der 1860er Jahre.